Patrick Fischer gab bekannt, für die Olympischen Spiele 2022 ein gefälschtes Covid-Zertifikat genutzt zu haben. Der Verband hielt zunächst an ihm fest, bis am Mittwoch die Entlassung folgte.
Wie an der heutigen Medienkonferenz (https://lnkd.in/eGH3Swxk) des Schweizerischen Eishockeyverbandes zu erfahren ist, war am Mittagessen im März 2026, an welchem Patrick Fischer freimütig dem SRF-Journalisten Pascal Schmitz von seiner Covid-Busse erzählte, auch der Medienverantwortliche des Verbandes dabei.
Der Verband hatte somit genügend Zeit – mehrere Tage, ja gar Wochen – sich auf die Situation vorzubereiten. Warum war man sich den Risiken nicht bewusst? Wieso wurden nicht sofort die Sponsoren und der Internationale Eishockey-Verband mit ins Boot geholt? Warum wurde niemand hellhörig als Patrick Fischer von einer unbedingten (!) Busse sprach und warum kam das Thema ‘Vorstrafen’ nicht auf den Tisch? Kurzum, ein Totalversagen des Krisenmanagements.
Neben der Kritik am Krisenmanagement hier zur Erinnerung die wichtigsten Regeln der Krisenkommunikation:
- Journalisten berichten, was öffentlich relevant ist. Dass Patrick Fischer dem SRF-Reporter von seiner Verurteilung erzählte, muss er selbst verantworten.
- Krisenkommunikation verlangt Ehrlichkeit. Fischers Entschuldigung enthielt eine falsche Aussage zur Gesetzestreue (Zitat auf der Website des Verbandes), obwohl eine Vorstrafe vorlag. Unklar bleibt, ob dies ihm oder der Verbandskommunikation anzulasten ist.
Hätten die Verbandsverantwortlichen vorausschauend professionell gehandelt – soweit lehne ich mich aus dem Fenster – stünde Patrick Fischer sogar im Mai als Head-Coach für die Schweizer Eishockey-Nati an den Banden der Weltmeisterschaft.
Hier mein Statement gegenüber TeleZüri



